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Bestattungswäsche

Nach dem Tode eines Menschen ist es üblich, dass der Leichnam gewaschen und dann angekleidet wird - dabei spricht man dann auch von Bestattungswäsche. Früher war es immer üblich, dass die Toten in Bestattungswäsche beerdigt wurden, heute ist es jedoch auch verbreitet, dass der oder die Verstorbene eigene Kleidung trägt, die von den Angehörigen ausgesucht wird. Dabei sollte es sich dann allerdings um solche Kleidung handeln, die über den Boden bzw. die Erde vollständig abgebaut werden kann. Bei Kremierungen ist das Sterbehemd in vielen Krematorien Pflicht. Zur Bestattungswäsche gehört vor allem anderem das Leichenhemd, auch Totenhemd oder Talar genannt. Dieses kann den oder die Tote von seinem Tod bis zu seiner Bestattung bekleiden. Meist ist das Totenhemd weiß, dies kann symbolisch für Unschuld und Reinheit stehen, oder aber als Verbindung zum Taufkleid angesehen werden. Diese Art der Bestattungswäsche dient auch als angemessene Kleidung bei einer Aufbahrung. Mittlerweile gibt es auch Designer, die eine modernere Art der Bestattungswäsche entwerfen und somit für eine individuellere Note bei der Bestattung sorgen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Sterbewäsche ist die Sterbedecke mit Kissen. Das Kissen stütz im Sarg den Kopf des Verstorbenen, während die Sterbedecke den Körper bis zur Brust verhüllt. Dies gibt dem Verstorbenen den Anschein, als würde er schlafen. Dies ist zum einen als Metapher zu sehen, zum anderen wird dadurch natürlich bei einer Verabschiedung am offenen Sarg das Aussehen des Verstorbenen für die Angehörigen angenehmer. Sterbehemd und –decke sind meist farblich und vom Muster her aufeinander abgestimmt. Neben weiß wird heutzutage auch gerne graue oder cremefarbene Sterbewäsche genommen.


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