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Bestattungswagen

Mit dem Bestattungswagen werden Särge mit den Verstorbenen transportiert. In der Regel sind die Bestattungswagen motorisiert und verfügen über einen Sargraum, der durch eine Trennwand vom Fahrerraum getrennt ist. In Deutschland sind die Bestattungswagen meist schwarz, grau oder silber. Die hinteren Fenster sind entweder blindverglast oder aber ein Sichtschutz wird durch Gardinen gewährleistet. In früheren Zeiten dienten auch andere Gefährte als Bestattungswagen, so gab es zum Beispiel im Mittelalter eine Zeit in der die Egge, wie sie heute aus der Landwirtschaft bekannt ist, zu diesen Zwecken genutzt wurde. Dabei wurde die Egge dann so herumgedreht, dass die Zinken nach oben standen. An diesen Zinken wurden dann Kerzen oder aber letzte Grüße und Nachrufe befestigt und später platzierte man auch Räder unter der Egge, so dass man sie einfacher fortbewegen konnte. Später nutzte man dann einen Holzkarren als Bestattungswagen, den man dann auch schmuckvoll mit Kerzen, Fahnen oder auch Blumen ausgestaltete. Die Entwicklung ging dann weiter über eine extra als Bestattungsfahrzeug konzipierte Kutsche die von Pferden gezogen wurde und meist reich verziert war, bis hin zum Bestattungskraftwagen - dem heutigen Leichenwagen. Auch heute sind Bestattungswagen oft sehr exklusive, edle Fahrzeuge mit hochwertiger Ausstattung. Der Laderaum ist meist mit Holz oder Stoff ausgekleidet. Die Ladevorrichtung ist meist von 1-Sarg auf 2-Sarg-System wechselbar, aus Gründen der Hygiene aus Edelstahl (leicht zu reinigen bzw. zu desinfizieren) und bei modernen hochwertigen Fahrzeugen sogar hydraulisch verstellbar um rückenschonend arbeiten zu können. Unter bzw. rechts und links des Sargschlittens befinden sich bei den meisten Bestattungsfahrzeugen Staufächer, in dem der Bestatter Material zur Erstversorgung von Verstorbenen und/oder Material zur Dekoration von Trauerhallen verstauen kann.


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